Die Auswahl der Werke und Themen für die Ausstellung geht davon aus, dass Kjell Aukrust an einer Landwirtschaftsschule aufwuchs, und sein künstlerisches Schaffen weist Bezüge zum Bauernberuf und zur Kulturlandschaft auf.
„Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, war selbst aber nie Bäuerin. Der Kreislauf von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion ist mir dennoch tief verinnerlicht. Ich freue mich jedes Frühjahr, wenn ich die ersten Sprösslinge aus den Feldern auftauchen sehe, und im Herbst beruhigt es mich, die Mähdrescher arbeiten zu hören. Die Werke, die ich in der Ausstellung zeige, hängen mit meiner Wahrnehmung von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zusammen. Keramik hat eine jahrtausendealte Tradition darin, Lebensmittel aufzubewahren, zuzubereiten und zu servieren. Für mich besteht eine wichtige Verbindung zwischen dem Ursprung des Tons und der Tradition des Tons. In diesen Werken habe ich versucht, dies mit der modernen und industriellen Landwirtschaft in Beziehung zu setzen. Ich möchte eine Faszination dafür zeigen, was die Landwirtschaft beiträgt – sowohl als Lebensmittelproduzentin als auch als visuelles Erlebnis der Kulturlandschaft.“
Kari Oline Øverseth (1960) ist Kunsthandwerkerin und Professorin am Institut für Warenproduktion und Bautechnik der NTNU. Wie Kjell Aukrust hat auch Kari Oline an der Staatlichen Hochschule für Handwerk und Kunstindustrie studiert (heute Kunsthochschule Oslo).

